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Initiative Schluss mit der Verarmung ! BanningPoverty2018

Prioritäre Kampagnen und Aktionen in Italien 2013-2017

Kurzbeschreibung

				www.banningpoverty.org

info.banningpoverty.org

1. Was ist “Schluss mit der Verarmung! ”

☞ Armut ist nicht naturgegeben und unausweichlich, sondern das Ergebnis sozialer, wirtschaftliche, kultureller und politischer Prozesse. Ziel der Initiative ist es, nachzuweisen, dass eine Gesellschaft „ohne Armut“ möglich ist, wenn die Gesetze, Verwaltungsregeln, Institutionen und kollektiven gesellschaftlichen Praktiken, welche die strukturellen Verarmungsmechanismen entstehen lassen und in Gang halten, “verboten” werden.

☞ Die Initiative zeichnet den Weg von den derzeitigen Gesellschaften, die auf existentieller Unsicherheit gründen, hin zu Gesellschaftformen, die auf Lebenssicherung und gemeinsames Leben aufbauen. Es ist der Weg der Befreiung der Gesellschaft von den strukturellen Ursachen der Verarmung.

☞ Die Initiative wird in einer beschränkten Anzahl von Ländern durchgeführt: in Italien, Belgien, Quebec, Argentinien, den Philippinen, in Malaysia…in den Jahren bis 2017. Das “unmittelbare” Ziel der Initiative ist es, im Jahr 2018 ( 70 Jahre der Menschenrechtserklärung ) eine Entschließung der UNO-Vollversammlung zu erreichen, mit der sich die Mitgliedstaaten verpflichten, die strukturellen Ursachen der globalen Verarmung “gesetzlich abzuschaffen”, anstatt sich wie bisher nur mit den krassesten Folgeerscheinungen des wirtschaftlichen Elends zu befassen.

2. DIE ZWÖLF GRUNDPRINZIPIEN

Die 12 Grundsätze „Schluss mit der Verarmung“

1. Niemand wird arm geboren oder entscheidet sich dafür, arm zu werden. 2. Arm *wird man*: die Armut ist ein gesellschaftliches Konstrukt. 3. Es ist nicht die arme Gesellschaft, welche Armut „erzeugt“. 4. Emarginierungsprozesse erzeugen Verarmung. 5. Verarmung ist strukturell, und somit kollektiv. 6. Verarmung ist Kind einer Gesellschaft, die nicht an die Lebensrechte und Bürgerrechte für alle glaubt, und auch nicht an die kollektive politische Verantwortung dafür, diese Rechte für alle Bewohner dieser Erde zu garantieren. 7. Verarmungsprozesse geschehen in ungerechten Gesellschaften. 8. Der Kampf gegen die Armut, gegen die Verarmung, ist vor allem ein Kampf gegen den ungleichen, ungerechten und räuberischen Reichtum ( die Bereicherung ). 9. Der „Planet der Verarmten“ hat sich als Folge der Zerstörung und der Kommodifizierung der Gemeingüter, die in den 70´er Jahren begonnen hat, ausgeweitet. 10. Die Politiken der Armutsbekämpfung und –beseitigung der letzten 40 Jahre sind gescheitert, weil sie bei der Symptombehandlung stehen geblieben sind, ohne die Ursachen anzugehen. 11. Die Armut ist heute eine der entwickeltesten Formen der Sklaverei, weil sie auf dem „Raub von Humanität und Zukunft“ gründet. 12.Um die Gesellschaft von Verarmung zu befreien, müssen die Gesetze, die Institutionen und die gesellschaftlichen kollektiven Praktiken, welche die Verarmungsprozesse entstehen lassen und in Gang halten, für „ungesetzlich“ erklärt werden.

3. DIE PRIORITÄTEN : DREI KAMPAGNEN

C1 DIE RAUBFINANZ VERBIETEN C2 EINE WIRTSCHAFT DER GEMEINGÜTER BAUEN C3 BÜRGERGEMEINSCHAFTEN AUFBAUEN

Jede dieser Kampagnen beinhaltet vorrangige Aktionen.

C1 DIE RAUBFINANZ VERBIETEN

	Vorrangige Aktionen

☸ Räuber raus aus dem Finanzsystem ( VA 1 ) ☸ Die Spekulations-Fabriken schließen ( VA 2 ) ☸ Ein Kreditwesen für Bürger und Wirtschaft ( VA 3 )

C2 EINE WIRTSCHAFT DER GEMEINGÜTER BAUEN

	Vorrangige Aktionen 

☸ Nein zur Privataneignung von Lebensgrundlagen ( VA 4 ) ☸ Arbeit ist keine Ware, sondern ein Recht ( VA 5 ) ☸ Einkommen und Arbeit voneinander trennen ( VA 6 ) ☸ Wir wollen ein Europa der Gemeingüter ( VA 7 )

C3 BÜRGERGEMEINSCHAFTEN AUFBAUEN

	Vorrangige Aktionen

☸ Aktive Bürger ( VA 8 ) ☸ Inklusive Bürger ( VA 9 ) ☸ Bürger des Planeten ( VA 10 )

4. DIE INHALTE DER VORRANGIGEN AKTIONEN

C1 DIE RAUBFINANZ VERBIETEN

Vorrangige Aktionen

☸ Räuber raus aus dem Finanzsystem ( VA 1 ) ☸ Die Spekulations-Fabriken schließen ( VA 2 ) ☸ Ein Kreditwesen für Bürger und Wirtschaft( VA 3 )

Zielsetzungen: Den Formen der Spekulation und Finanzrenditen entgegentreten, welche den Geldverkehr und das Finanzwesen für nachhaltiges (öffentliches und privates) Wirtschaften und soziale Dienste im Interesse der Allgemeinheit behindern. Förderung genossenschaftlicher, ethischer und wechselseitiger Kreditformen. Den Staaten und Gemeinwesen die Entscheidungshoheit zur Politik für das Gemeinwohl zurückgeben.

       Vorrangige Aktionen

☸ Räuber raus aus dem Finanzsystem ( VA 1 )

Die Aktion zielt auf drei Gesetzesmaßnahmen ab, welche eine starke Sensibilisierung und Mobilisierung der Bürger erfordern.

1. Maßnahme: Verbot von Bonus- und Dividendenzahlungen der Banken an ihre Manager, weil ungerechtfertigt und ungerecht, sowie eine Festlegung von Obergrenzen der Entlohnung.

2. Maßnahme: Verbot der Emission spekulativer Finanzprodukte, die von normalen Bank- und Versicherungstransaktionen abweichen (Hedgefonds, Derivate usw.), auf Staatsanleihen,

3. Maßnahme: Besteuerung der Spekulationsgewinne der Finanziers und anderer nicht-finanzieller Spekulationsgeschäfte durch eine progressive Steuer auf die Gewinne, welche die Durchschnittsprofirate nicht-finanzieller Unternehmen überschreiten, sowie Verbot der Abschreibung von Bonuszahlungen an Manager vom Gewinn ( auf europäischer Ebene - Eurozone - siehe auch VA2 ).

☸ Die Spekulations-Fabriken schließen ( VA 2 )

Auch VA2 beinhaltet drei Maßnahmen, wovon 2 Institutionen betreffen.

1. Maßnahme: Eliminierung der Steuerparadiese, mit Strafen für nutznießende Unternehmen und Bürger; 2. Maßnahme: Verbot der Intervention der Rating-Agenturen im Bereich der Politik und der Staaten, sowie eine wirksame Überwachung von Interessenskonflikten und gesetzeswidrigen Absprachen; 3. Maßnahme: Ausschluss vom Börsenhandel aller Tätigkeiten mit Bezug auf Güter und Dienstleistungen, die für das Leben der Personen und Gemeinschaften von strategischer Bedeutung sind ( Wohnen, Wasser, Energie, Ernährung, Gesundheit ). Denken wir z.B. an den Skandal der multinationalen Konzerne, die in Europa Altersheime in den osteuropäischen Ländern kaufen, unter dem Vorwand der Modernisierung, mit Subventionsgeldern der EU, um dann zahlungskräftige “Kunden” zu beherbergen und somit die Privatisierung und Finanzialisierung des Sektors vorantreiben.

☸ Ein Kreditwesen für Bürger und Wirtschaft( VA 3 )

Die VA 3 ist grundlegend und gliedert sich ebenfalls in drei Maßnahmen, die jeweils auf Gesetzesbestimmungen, auf die Institutionen und auf die Finanzpraktiken abzielen.

1. Maßnahme: Wiedereinführung des italienischen Bankgesetzes vor dem Einheitstext von 1993, d.h. Wiedereinführung der grundsätzlichen institutionellen Trennung von “Bank„ und “Unternehmen“ („Depositenbank“ und „Kreditbank”) sowie Änderung der europäischen Regelung zur Selbstkontrolle der Interessenkonflikte (Europäische Richtlinie MIFID); 2. Maßnahme: Wiedereinführung der öffentlichen und genossenschaftlichen „Banken“ für Gemeingüter und lebensnotwendige Dienstleistungen (Wasser, Energie, Wohnen, Gesundheit, Erziehung) und schrittweise Demonetisierung einiger dieser Güter und Dienstleistungen, auch mittels „Lokalwährungen“; Einrichtung einer gesamtstaatlichen Bank für kleine/mittlere Kredite und die Finanzierung großer auch internationaler Vorhaben (siehe auch VA2); 3. Maßnahme : Eigentumsentflechtung in der Geschäftswelt. Beispiele: Waffenproduzenten, Bergbaugesellschaften usw. dürfen nicht Fernsehanstalten oder die Presse kontrollieren, Privatunternehmen dürfen nicht Universitäten finanzieren, Pharmakonzerne dürfen nicht die öffentlichen Gesundheitsfonds kontrollieren, usw.

C 2 BAUEN WIR EINE WIRTSCHAFT DER GEMEINGÜTER

Zielsetzungen Schaffung einer gerechten Wirtschaft, die dazu dient, dass der Staat und die territorialen Gemeinschaften die Lebensrechte der Bürger sichern und das gemeinsame Leben gestalten können, indem im Besonderen die Gesetzeslage zum Patentierung von Leben (Saatgut…) geändert wird. Abschaffung der Bestimmungen, die in Italien das Recht auf Arbeit und die Bedeutung der Arbeit auf den Kopf gestellt haben. Vorrang für die öffentlichen Gemeingüter und Dienstleistungen über eine Kooperationswirtschaft und die Förderung des gesellschaftlichen Realeinkommens. Neugestaltung Europas im Sinne einer „europäischen Bürgergemeinschaft“.

Vorrangige Aktionen

☸ Nein zur privaten Aneignung des Lebenden ( VA4 )

Von entscheidender Bedeutung für die öffentliche Kontrolle der mit Gentechnik operierenden Wirtschaft, beinhaltet die VA4 die Aufforderung an das Parlament zu einer radikalen Änderung der Regelung des Immaterialgüterrechts, mit dem Lebensformen zu Handelsobjekten gemacht werden.

Einzige Maßnahme: Revision - einerseits - der Grundprinzipien des Gesetzes 1096 von 1971 zum Saatgut und des Richtlinienentwurfs der EU COM(2013) 262 vom Mai 2013 und - andererseits - der Bestimmungen wie z.B. der Europäischen Richtlinie 98/44 zur Patentierung von Saatgut. In vielen Ländern der Welt wurde - schon vor Beginn der Kampagne „No patents on seeds“ - die Abschaffung von Gesetzen gefordert , mit denen die Privatisierung und Kommodifizierung von Lebensformen ermöglicht wurde..

☸ Arbeit ist nicht eine Ware, sondern ein Recht im Dienst des gemeinschaftlichen Reichtums ( VA5 )

Das notwendige Umdenken zu diesem Thema hat viele wichtige Aspekte, wie die zahlreichen laufenden Volksinitiativen beweisen. Die VA5 beinhaltet daher im Wesentlichen die begleitende Unterstützung laufender Kampagnen. So werden zwei Maßnahmen in den Mittelpunkt gestellt, die zwar ganz unterschiedliche Bereiche und Probleme betreffen, aber im Hinblick auf die „strukturierende“ Symbolkraft gleichwertig sind.

1. Maßnahme: Organisatorische und inhaltliche Unterstützung der Initiativen zur Abschaffung der Gesetze von Berlusconi und Monti, mit denen die Verfassungsrechte zum Wert der Arbeit ausgehöhlt worden sind (einschließlich Art. 18 der 68-99 zum Arbeit von Menschen mit Behinderung ): diesbezüglich ist jegliche Form des „Prekariats“ abzulehnen. 2. Maßnahme: Verbot der Pseudogenossenschaften der Schwarzarbeit . Inzwischen gibt es Tausende davon in Italien: deren Existenz zu akzeptieren heißt, die Verneinung des Rechts auf eine menschenwürdige Arbeit zu legitimieren. (Beispiele des „Kaporalats“ anführen )

☸ Einkommen und Arbeit voneinander trennen ( VA 6 )

Auch die VA6 sieht eine einzige Maßnahme vor, denn die Zielrichtung der Trennung von Einkommen und Arbeit ermöglicht es, eine der wesentlichen strukturellen Ursachen der derzeitigen Verarmungsprozesse anzugehen.

Einzige Maßnahme: Mobilisierungskampagnen und „Bildungsinitiativen“ zur Tatsache, dass das Recht auf Leben als solches, nicht aber durch den Umstand der Arbeitstätigkeit, legitimiert wird. Die Aktion „Ich existiere“ verlangt eben die Trennung von Arbeit und Einkommen, nicht auf die ungerechte und gewaltsame Weise des derzeitigen Systems, sondern über einen Weg, der mit der Einführung eines monetären Mindestlohnes und/oder Mindesteinkommens beginnt und letztendlich zur Absicherung eines angemessenen gesellschaftlichen Realeinkommens für alle ( monetär und nicht-monetär) führen muss ( siehe die Europäische Kampagne APN ), das den Menschen solidarisch Würde zuerkennt und Gemeingüter und Natur schützt. Dieses gesellschaftliche Realeinkommen ist eng mit der Wiederherstellung und Demonetarisierung einiger Gemeingüter verknüpft. Die Aktion „Ich existiere“ soll daher auch die Entwicklung von Formen des gemeinschaftlichen Lebens „Ohne Geld“ anstreben, sowie die Erprobung von Lokalwährungen für „Urbane Genossenschaften“ WEM (Wohnen, Energie, Mobilität) oder EGU (Ernährung, Gesundheit, Umwelt).

☸ Wir wollen ein Europa der Gemeingüter ( VA 7 )

Die Zukunft der Bürger der Mitgliedsstaaten der EU hängt immer mehr von den Gesetzen, Institutionen und gesellschaftlichen Praktiken ab, die sich europaweit entfalten oder von oben durchgesetzt werden: der heutige Horizont ist in der Substanz merkantil, produktivistisch, finanzorientiert und oligarchisch. Um zur Befreiung unserer Gesellschaften von der Verarmungswirtschaft der EU ( Maastricht, Lissabon, Fiscal Compact ) beizutragen, beinhaltet die VA7 drei Maßnahmen, die kurz- und langfristig an die Institutionen gerichtet sind:

1. Maßnahme: (kurzfristig) Ablehnung der Troika (Traktat MES, Fiscal Compact, Six Packs, Two Packs…). Unterstützung der laufenden Mobilisierungen (einschließlich der Initiativen “Altra Europa” und der “federalisti europei) für eine Änderung der heutigen Funktionsweise der EU. 2. Maßnahme: Gründung des “Europarates für den Schutz der Gemeingüter” (ESB). Nach einem Zyklus von drei Halbjahresprogrammen soll eine Versammlung des ESB stattfinden, bei der die Lage der Gemeingüter innerhalb der EU bewertet und Richtlinien zu deren Weiterentwicklung als Grundlage der Verwirklichung der Menschenrechte erstellt werden sollen. 3. Maßnahme: Beginn einer Mobilisierung für die Neuorientierung der europäischen Integration, beginnend mit der “Europäischen Gemeinschaft des Wassers”. Europas Integration lebt nicht in den Märkten oder den Traktaten, sondern im Willen zur gemeinsamen Gestaltung, in gemeinsamer Verantwortung für die lebensnotwendigen Gemeingüter und unsere gemeinsame Zukunft, wie das Wasser, das heute hingegen unter Mithilfe des derzeitigen Europas der finanziellen und kommerziellen Ausbeutung unterliegt (siehe „Water Blueprint“ von 2012).

C 3 BÜRGERGEMEINSCHAFTEN AUFBAUEN

Zielsetzungen Ziel ist die Stärkung von Bürgergemeinschaften, die in ihrer Alltagspraxis ein Leben ohne Erniedrigung, ohne existenzielle Verunsicherung und ohne strukturelle Ungleichheit einfordern. Die Kampfziele sind ausgerichtet: gegen den laufenden Demokratieabbau für die Ausweitung der praktizierten Demokratie ( aktive Bürger für Demokratie); gegen den verschärften Abbau der Sozialpolitik und die zunehmende Kriminalisierung der Randgruppen und Verarmten für inklusive Aktionen ( solidarische Bürger für Inklusion ); für die Überwindung der juridischen, ideologischen und verhaltensmässigen Kriterien, aufgrund derer zwischen Bürgern und Nicht-Bürgern unterschieden wird ( Weltbürger für Gastfreundlichkeit)

Vorrangige Aktionen

☸ Aktive Bürger ( VA 8 )

Die VA8 zielt darauf ab, das Entscheidungsrecht über die Zukunft der “Stadt” (als symbolischer Ort des gemeinsamen Lebens ) wieder in die Hände der Bürger selbst zu legen:

1. Maßnahme: “Wir sind das Volk” - “Bevölkern wir unsere Stadt” Es geht um die Verwirklichung des Art. 1 der Verfassung Italiens. An die Stelle von „City Market“ und „Smart Cities“ setzen wir die “Bürger-Stadt”. Sowohl bei der Gesetzgebung wie auch bei der Gestaltung der “res pubblica” geht es um die Stärkung der Formen repräsentativer oder indirekter Demokratie und um die Ausweitung der direkten, partizipierten oder gemeinschaftlichen Demokratie (Anhörung, Referendum, Gesetzesinitiativen, Volksbefragung, Stadtviertelverträge, usw.); 2. Maßnahme: Ersetzung des “Nationalen Beirats für Wirtschaft und Arbeit” (CNEL) durch einen ”Nationalen Beirat für Gemeingüter” mit der Aufgabe, den Schutz und die Weiterentwicklung der Gemeingüter Italiens sicherzustellen, die eine wesentliche Grundlage für des gerechte und demokratische Zusammenleben der Bürger sind. Dieser Beirat soll die lokalen Gemeinschaften/Gemeinden einbeziehen..

☸ Bürger für Inklusion ( VA 9 )

Die Aktion zielt auf die Entkriminalisierung der Verarmten, der Randgruppen, der Anderen ab, im Widerspruch zur Verwandlung des Sozialstaates in einen bestrafenden und diskriminierenden “Sicherheitsstaat” (“Nulltoleranz”, “Krieg gegen die Armut”, Überfüllte Gefängnisse…) 1. Maßnahme: „Reich heißt würdig, arm heißt schuldig”. Eine Kampagne gegen die Schuldzuweisung an die Verarmten. 2. Maßnahme: Verbot der “Zentren für Identifikation und Ausweisung” (CIE Centri Identificazione ed espulsione) als gesetzeswidrige Haftanstalten. Solche Anstalten sind in den Ländern des Traktats von Schengen verbreitet, und sind Ausdruck einer menschenrechtswidrigen Einwanderungspolitik. 3. Maßnahme: Wem nützt der “Gefängnisstaat” ? Mit dem Schließen einer Gefängnistür können wir zwei Schultüren öffnen. Unterstützung der Kampagne zahlreicher Vereinigungen, für eine Neuordnung des Systems sozialer Sicherheit ( siehe dazu den letzten Sonderbericht der Vereinten Nationen, Juli 2013 )

☸ Für ein Weltbürgertum ( VA 10 )

Die Aktion gründet auf dem Grundsatz des unverzichtbaren Rechts auf “Bürgerschaft” aller Menschen, die die Erde bewohnen, als Ausdruck des umfassenden Menschseins, im Widerspruch zur Abgrenzung von denen, die “draußen” sind. Zwei Maßnahmen sollen die Verwirklichung dieses Grundsatzes fördern. 1. Maßnahme: „Die Menschheit gibt es nicht, aber…” Öffentlichkeitskampagne für die Anerkennung der Menschheit als juridisches und politisches Subjekt . “Bürger sein” ist Eigenart des Menschseins, somit ist anzuerkennen, dass die Bürgerschaft allen Menschen zusteht, und also kein Mensch der Gewalt eines der Staaten hilflos ausgeliefert sein kann. 2. Maßnahme: Der “Universelle Bürgerpass” Unterstützung der Initiative, die 2013 von einer Reihe internationaler Organisationen begonnen wurde, ausgehend von Emmaus International. Erstes Ziel für 2015: die Ausstellung von 500 “Universellen Bürgerpässen” mit Unterstützung von Lokalverwaltungen ( Gemeinden)

Gruppe promotore (aggiornato al 14.07.2013)

Adami Gloria (Cospe, Verona), Amoroso Bruno (Centro studi economico F. Caffé, Univ. Di Roskilde, DK), Angelucci Elisabetta (Nuovi stili di vita, Reggio Emilia), Bacciotti Elisa (Oxfam Italia), Baranes Andrea – Morreale Antonio (Fondazione Culturale Responsabilità Etica, Roma), Barbera Guido (Cipsi-Coordinamento di Iniziative Popolari di Solidarietà Internazionale, Roma), Bertell Lucia (Cooperativa Studio Guglielma, Verona), Capecchi Vittorio (Università di Bologna), Ceriani Giovanni (Work in Progress, Verona), Ciervo Margherita (Comitato Pugliese Acqua Bene Comune), Ciotti Luigi (Gruppo Abele – Libera), Cruccolini Eros (Sinistra per Firenze), Francuccio Gesualdi (Coordinamento Centro Nuovo Modello di Sviluppo), Ghibelli Pierluca (Consorzio Cooperative Sociali CGM, Roma), Kidané Elisa-Cugini Jessica (Rivista Combonifem, Verona), Libanti Paola - Mazzer Alessandro (Ass. Monastero del Bene Comune), Maruca Stefano (Fiom), Menin Mario (Rivista Missione Oggi, Brescia), Mestrum Francine (Global Justice Network, Bruxelles), Melandri Eugenio (Ass.Chiama l'Africa), Mileto Palmiro – Gonzales Enrico (Comboniani, Bari), Musacchio Roberto (Ass. Osservatorio Europa, Roma), Nicoletto Silvano (Comunità Stimmatini di Sezano, Verona), Perrone Nicola (Rivista Solidarietà internazionale, Roma), Petrella Riccardo (Università del Bene Comune), Petrucci Giampaolo (Agenzia di stampa Adista, Roma), Rossi Achille - Rossi Enzo (Rivista L’Altrapagina, Città di Castello), Sentinelli Patrizia (Ass. Altramente, Roma), Spanti Demetrio (Scuole per il bene comune), Teodosi Nicoletta (Collegamento Italiano Lotta alla Povertà, Roma - European Anti Poverty Nework), Tresoldi Efrem – Zordan Raffaello (Rivista Nigrizia, Verona), Vermigli Antonio (Rete Radié Resch), Zanotelli Alex (Rivista Mosaico di Pace)

Gruppi locali territoriali (in fase di avvio) Avezzano (AQ): Libera Abruzzo; Bari: Comboniani; Comitato pugliese Acqua bene comune; Brescia: Missione Oggi, p. Mario Menin; Cremona: Acli, Fondazione Don Primo Mazzolari; Firenze: sostegno del Comune di Firenze e della Regione Toscana; Ass. Un tempio per la pace; Enzo Cacioli; Lucca: Gruppo Giovani; Montagnana (Padova): GMA Onlus; Mozzate (Como): Amici per il Centrafica; Napoli: Centro missionario diocesano; Quarrata (Pistoia): Casa della solidarietà; Reggio Emilia: Tavolo dei beni comuni; Roma: Comunità di base San Paolo – Cipax; Schio (Vicenza): Ass. Giustizia e Pace; Sommacampagna (Verona) Libreria Castioni; Verona: Ass. Monastero del Bene Comune.

Gruppi tematici (in fase di avvio) Università: Bergamo; Studenti Istituto Minghetti: Legnago (VR).

Iniziativa 

Dichiariamo illegale la povertà. 
Banning Poverty 2018
Schluss mit der Verarmung !

c/o ass. monastero del bene comune - università del bene comune via mezzomonte, 28 - 37142 verona - tel 347.2256997 info@banningpoverty.org - www.banningpoverty.org 

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